Samstag, 2. November 2013

Wie ermittle ich meinen Vitamin D Spiegel

Die Ermittlung des Vitamin-D-Spiegels

Abgesehen davon, dass Ärzte kaum einen Vitamin-D-Mangel bei diversen Symptomen in Betracht ziehen, ist  man auch als Laie bei dem Thema völlig überfordert.

Vitamin-D ist in unserem Körper in zwei Formen vorhanden:
  1. als Calcidiol (25-OH-D3 oder 25-Hydroxy-Cholecalciferol) und
  2. als Calcitriol (1,25-(OH)2-D3 oder 1,25-Hydroxy- Cholecalciferol)

Worin besteht der Unterschied?



Calcidiol ist die inaktive Speicherform von Vitamin D. Der Calcidiol-Wert im Blut erlaubt einen Rückschluss auf den aktuellen Vitamin-D-Speicher, d.h. wie viel Vitamin D im Körper gespeichert ist.

Calcitriol ist die aktive Form von Vitamin D und wird vom Körper permanent bedarfsgerecht (durch Umwandlung der inaktiven Speicherform von Vitamin D) angepasst. Der Blutspiegel von Calcitriol ist nur ein Tausendstel des Calcidiol-Wertes. Bei Muskelaktivität erhöht sich dieser Calcitriol-Wert und deshalb unterliegt der Calcitriol-Wert im Blut erheblichen Schwankungen.

Aus dem vorher gesagten ist leicht abzuleiten, dass zur Ermittlung des Vitamin-D-Spiegels nur der Calcidiol-Wert (25-OH-D3 oder 25-Hydroxy-Cholecalciferol), also der Speicherform von Vitamin D interessant ist, da der Calcitriol-Wert (1,25-(OH)2-D3 oder 1,25-Hydroxy- Cholecalciferol) zu großen Schwankungen unterliegt, und da naturgemäß die Umwandlung von ausreichend aktivem Vitamin D nur dann gewährleistet sein kann, wenn unser Vitamin-D-Speicher auch ausreichend gefüllt sind.

Die Bestimmung des Calcitriol-Werts (1,25-(OH)2-D3 oder 1,25-Hydroxy- Cholecalciferol) ist deshalb unnötig.

Calcitriol wird über Vitamin-D-Rezeptoren gebunden und in den Zellkern transportiert. Dieser Vitamin-Rezeptor-Komplex beeinflusst die Transkription verschiedener hormonsensitiver Gene, was zu Änderungen in der Proteinsynthese mit entsprechenden biologischen Wirkungen führt.

Calcitriol wirkt u.a.:
  • antiosteoporotisch, d.h. Knochendichte aufbauend
  • modulierend auf das Immunsystem (verbesserte Abwehr vieler Infekte, z. B. Tuberkulose, Schutz vor vielen Autoimmunkrankheiten),
  • als Schutz vor vielen Krebsarten,
  • gegen Psoriasis (Schuppenflechte),
  • fördernd auf die Bewegungsfähigkeit der Spermien.

Der Grund für die Ausblendung des Vitamin-D-Mangels als mögliche Ursache für akute Symptome liegt (auch) darin begründet, dass das Budget für spezielle Blutuntersuchungen von den Krankenkassen so begrenzt ist, dass ein Arzt einen Vitamin-D-Test aus seinen eigenen Taschen bezahlen müsste.

Die Folgen eines Vitamin-D-Mangels sind aber so schwerwiegend, dass die Kosten für so einen Test in keinem Verhältnis dazu stehen.

Falls der eigene Hausarzt nicht kooperativ ist, bietet sich ein Test-Set (zu Hause durchzuführen) an. Die Kosten betragen zwischen 30 und 40 Euro. Wer sich dies selbst nicht zutraut, der sollte auf einen Vitamin-D-Test bei seinem Arzt bestehen. Die Kosten liegen in diesem Fall ebenfalls in dem vorher genannten Bereich.

Ein optimaler Vitamin-D-Spiegel ist für die Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit notwendig. In 80% der Fälle – nach Optimierung des Vitamin-D-Spiegels - tritt eine Besserung, teilweise (je nach Schweregrad) auch eine vollständige Heilung ein.

Besonders bei der Behandlung und/oder Verhütung von chronisch-degenerativen Erkrankungen ist ein Vitamin-D-Test angesagt.

Reinhardt von Brünken
vitamin-d-kontakt

p.s.: Zur Freischaltung der online Vitamin-D Berechnung bitte ein Mail per Kontaktformular recht, oder über die Mailadresse: vitamin-d-kontakt